Pressestatement: 3,5 Milliarden Euro für die deutsche Start-up-Szene!

Zur Erweiterung des Kapitalzugangs für Start-up-Firmen erklärt Melis Sekmen, Obfrau im Wirtschaftsausschuss:

„Der Kapitalzugang von Start-ups soll und kann nicht allein über öffentliche Mittel gesichert werden. Wir brauchen mehr Finanzierungsmodelle, in denen Wagniskapitalgeber und öffentliche Einrichtungen miteinander Hand in Hand gehen. Mit dem Wachstumsfonds der KfW und den zusätzlichen 1,75 Milliarden Euro schlagen wir in unserem Land endlich eine neue Richtung ein. Diese müssen wir nun institutionalisieren und branchenübergreifend aufstellen. Nur so schaffen wir es, deutschen Start-ups Wachstumsperspektiven zu geben und ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken!

Wir sehen, dass die Anzahl der Gründungen im vergangenen Jahr gesunken ist. Darüber hinaus zeigen uns Berichte europäischer Venture Capitals, dass auch die Investitionstätigkeiten bei deutschen Start-ups drastisch zurückgegangen sind. Das liegt an den fehlenden steuerlichen Anreizen, den zu hohen bürokratischen Hürden und den Finanzierungsmodellen. Auf all diese Punkte haben wir bereits mit Maßnahmen aus der Start-up-Strategie reagiert. Angefangen bei der Reform der Mitarbeiterkapitalbeteiligung bis hin zum Wachstumsfond der KfW und weiteren Aktivitäten zur Unterstützung von Gründer*innen. Mit der heutigen Maßnahme gehen wir einen weiteren wichtigen Schritt, den wir als Grüne Bundestagsfraktion ausdrücklich begrüßen und weiterhin unterstützen werden.“

 

Hintergrund:

Die Bundesregierung erweitert mit der heutigen Mitteilung von Wirtschaftsminister Robert Habeck und Finanzminister Christian Lindner den Kapitalzugang für Start-up-Firmen um weitere 1,75 Milliarden Euro.

Die Investitionen im Start-up-Bereich setzten sich zusammen aus 1,6 Milliarden Euro aus dem Zukunftsfonds und 150 Millionen Euro aus dem ERP-Sondervermögen. Zu diesen 1,75 Milliarden Euro an öffentlichen Mitteln kommt mindestens der gleiche Betrag an privatem Kapital hinzu. Das Gesamtvolumen von rund 3,5 Milliarden Euro wird zukünftig für Investitionen in den deutschen Wagniskapitalmarkt zur Verfügung stehen. Damit sollen Innovationen und Zukunftstechnologien aus den Bereichen Künstliche Intelligenz sowie Klima-, Quanten- und Biotechnologien vorangetrieben werden.